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Thomas Grimm

Heizen mit Öl

Heizen mit Öl

Die Ölzentralheizung löste in den 60er Jahren Schritt für Schritt die Einzelfeuerstätten und Kokskessel in Ein- und Mehrfamilienhäusern ab. Anfangs konnte man bereits auf der Straße am "Duft" der Abgase erkennen, dass mit dem Brennstoff ÖL geheizt wurde.

Die moderne Verbrennungstechnik mit Spezial-Ölkesseln und Brennern mit Ölvorwärmung verrät sich nur noch am Tankeinfüllstutzen, der in der Nähe der Heizöllagerung aus dem Gebäude herausragt.

Die Ölheizung hat nach wie vor einige Vorteile gegenüber anderen Heizsystemen: Man kann beim Brennstoffkauf handeln, hat üblicherweise einen Vorrat für ca. 1 Jahr im Haus und hat ein langlebiges, technisch relativ unkompliziertes und langlebiges Heizsystem im Haus, mit dem jeder gute Heizungsmonteur umgehen kann.

Die moderne Ölheizung

Der Brennraum eines modernen Heizöl-Spezialkessels ist optimal an die Form der Flamme angepasst.

Es ist heute nicht mehr möglich, sogenannte "Wechselbrandkessel" zu installieren, die auch Festbrennstoffe verheizen können. Der Nachteil dieser Konstruktionen (aus den 60er und 70er Jahren) war der schlechte Wirkungsgrad sowie ungünstige Verbrennungsverhältnisse bei allen eingesetzten Brennstoffen.
Übrigens: Ein Ölspezialkessel lässt sich mit verhältnismäßig wenig Aufwand auf Gas umstellen.

Ölbetriebene Niedertemperatur- und Brennwertkessel sind sich äußerlich und in der Handha­bung und Betriebsweise mehr oder weniger ähnlich. Die Besonderheit des Brennwertkessels ist seine extrem niedrige Abgastemperatur, die zu bestimm­ten Konsequenzen in der Kesselkon­struktion und den Betriebserfordernissen führt.

Die Entscheidung für oder gegen den Brennwertkessel ist deshalb nicht allein eine Frage der In­vestitionskosten des Kessels, sondern der Kosten der Gesamtanlage, insbesondere auch des Ab­gassystems. Für den Brennwertkessel muss dieses keines­wegs besonders aufwendig sein. Die geringe Temperaturbelastung und das prinzi­piell vorhandene Brennergebläse erlauben häufig vergleichsweise preisgünstige Abgassysteme. Außerdem sind Wandkessel gegenüber bodenstehenden Kesseln fast immer kostengünstiger.

Wandhängende Ölbrennwertheizung

Wandhängende Ölbrennwertheizungen haben im Gegensatz zu Standkesseln zwei entscheidenede Vorteile: Sie benötigen keine Stellfläche und können (ähnlich wie bei Gasgeräten) an ein senkrechtes Abgassystem angeschlossen werden. Sie benötigen deshalb keinen Schornstein und sind platzsparend.

Heizwert und Brennwert

Brennstoffe bieten grundsätzlich mehr Energie an, als im praktischen Heizbetrieb auch wirklich genutzt werden kann. Wie hoch dieser Nutzen ist, kann an zwei als Maßstab dienenden Bezugs­größen gezeigt werden: In Deutschland ist das der Heizwert, in manchen anderen Ländern aber der Brennwert.

Worin bestehen die Unterschiede? Die Definitionen für den Heizwert bzw. Brennwert lauten:

Heizwert:

Der Heizwert ist die Wärme, die bei vollständiger Verbrennung von 1 m³ Gas gerechnet im Normzustand bzw. 1 kg Heizöl frei wird, wenn die Anfangs- und Endprodukte eine Temperatur von 25°C haben und das bei der Verbrennung entstehende Wasser dampfförmig vorliegt.

Brennwert:

Der Brennwert ist die Wärme, die bei vollständiger Verbrennung von 1 m³ Gas gerechnet im Normzustand bzw. 1kg Heizöl frei wird, wenn die Anfangs- und Endprodukte eine Temperatur von 25°C haben und das bei der Verbrennung entstehende Wasser flüssig vorliegt.



Moderne Kesselbauformen sind der Niedertemperatur und der Brennwertkessel. Beiden gemein­sam ist die temperaturgleitende Betriebsweise, die vor allem zur Verringerung der Wärmeverlu­ste des Kessels entscheidend beiträgt. Im Gegensatz zum Niedertemperaturkessel nutzt der Brennwertkessel die im Wasserdampf ent­haltene Kondensationswärme durch weitgehende Ab­kühlung der Verbrennungs­gase. Er erreicht dadurch eine höhere Brennstoffausnutzung und mit dieser auch eine geringere Umweltbelastung.





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Thomas Grimm

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