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Thomas Grimm

Heizöllagerung

Heizöllagerung

In Deutschland werden über 6 Millionen Ölheizungen betrieben und somit ebenso viele Tankanlagen. Es gibt viele unterschiedliche Varianten, so dass sich auch individuelle Wünsche verwirklichen lassen. Ein fachgerecht installierter Öltank ist in hohem Maße betriebssicher und umweltgerecht. Nachfolgend finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen:

- Welche Lagermenge sollte man bevorraten?
- Wann ist eine Auffangwanne erforderlich?
- Wann sollte man Heizöl kaufen?
- Wie oft muss ein Tank gereinigt werden?
- Wie kälteempfindlich ist Öl


Welche Lagermenge sollte man bevorraten?

Der Heizölvorrat sollte möglichst für ein gutes Jahr (15 Monate) reichen. Man hat so die Möglichkeit, den Zeitpunkt des Einkaufs zu variieren und ist nicht auf die (meist höheren) Winterpreise angewiesen. Moderne Tankanlagen bieten eine hohe Lagerfähigkeit auf geringer Grundfläche (Batterietanks). Doppelwandige Tanks (mit entsprechender Zulassung) erfordern keine Auffangwannen oder Abmauerungen. Auch Erdtanks sparen Platz im Haus.

Bei Neubauten mit einer Wohnfläche von 130m² reichen in der Regel 2000 Liter (je nach Gebäudebauart - z.B. Niedrigenergiehaus- auch weniger) an Ölvorrat aus. Mehr als 5000 Liter sollte man allerdings nicht lagern, da dann hohe baurechtliche Anforderungen an die Heizöllagerung gestellt werden.
Es ist immer ratsam, sich ein "Heizölkonto" einzurichten, in das monatlich eine feste Summe eingezahlt wird. Dann reißt ein leerer Tank kein Loch in die Haushaltskasse.

Wann ist eine Auffangwanne erforderlich?

Eine Auffangwanne ist für die meisten Tanks erforderlich (Kunststoff-Batterietanks). Sie verhindert im Schadenfall, dass Öl ins Erdreich oder in die Kanalisation eindringen kann. Das Volumen der Wanne muss dem maximalen Tankvolumen entsprechen, bei nicht miteinander verbundenen Batterietankanlagen genügt das Volumen des größten Einzelbehälters.
Es gibt Tankanlagen, die ohne Auffangwanne betrieben werden dürfen. Die Eignung dieser Tanks muss vom Hersteller nachgewiesen werden (Zulassung).

Lassen Sie sich die Zulassung vom Installateur aushändigen, wenn bei Ihnen eine solche Tankanlage installiert wird.
Eine Auffangwanne wird durch mehrlagigen Schutzanstrich mit dafür zugelassenen ölbeständigen Farben oder mit einer öldicht verschweißten Kunststoffauskleidung hergestellt.Die Auffangwanne sollte von Zeit zu Zeit vom Anlagenbetreiber auf Schäden (z.B. Setzrisse) kontrolliert werden. Festgestellte Mängel müssen sofort behoben werden.

Wann sollte man Heizöl kaufen?

Leider gibt es keine feste Regel, wann die Preise im "Keller" sind. Allerdings ist in den letzten Jahren der Zeitraum zwischen Anfang Juli und Ende August am vorteilhaftesten gewesen. Aber Vorsicht: schwankende Rohölpreise sowie der Dollarkurs können jede Regel außer Kraft setzen. Ein bisschen Pokern gehört also dazu.
Unser Tipp: Schließen Sie sich mit Ihren Nachbarn zusammen, die ebenfalls mit Öl heizen. Je größer die Abnahmemenge, umso mehr Preisnachlass ist auszuhandeln. Rufen Sie mehrere Händler an und feilschen Sie um den Preis!

Wie oft muss ein Tank gereinigt werden?

Im Heizöl sind Schwebstoffe enthalten, die sich im Laufe der Jahre am Tankboden absetzen können. Beim Betanken werden diese Schwebstoffe aufgewirbelt und brauchen einige Zeit, um sich wieder zu setzen. Man sollte mind. 2 Stunden abwarten , bevor die Heizung wieder in Betrieb genommen wird. Im Sommer kann man diese "Wartezeit" wesentlich verlängern, ohne deshalb frieren zu müssen.
Der Ansaugstutzen der Ölleitung endet ca. 5 cm oberhalb des Tankbodens, um möglichst wenig Ölschlamm anzusaugen. Nach einigen Jahren kann dieser Abstand aber nicht mehr ausreichen. Es bleiben nur zwei Alternativen: Ansaugrohr anheben oder (besser) doch den Tank reinigen lassen.

Vor allem Stahltanks, die außerhalb des beheizten Gebäudes (Schuppen, Garage) stehen, neigen zu Kondenswasserbildung (häufige Temperaturschwankungen). Wasser ist schwerer als Heizöl und setzt sich unten im Tank ab. Es kann dort zu gefährlicher Korrosion führen. Viele Fachleute halten Wasserablagerungen im Tank allerdings für wenig gefährlich, da das Heizöl dem Wasser durch einen chemischen Prozeß jeglichen Sauerstoff und damit die Korrosionsfähigkeit entzieht.
Wer ganz sicher gehen will, lässt eine Tankbeschichtung vornehmen und veranlasst die regelmäßige Reinigungen der Tanks (mind. alle 10 Jahre). Wer seinen Tank beschichten läßt, sollte sich keinesfalls auf eine sogenannte Teilbeschichtung einlassen (nur der Tankboden wird versiegelt), da diese Beschichtung oft vom Öl unterwandert wird.

Unser Tipp: Es gibt eine einfache Methode, Wasserablagerungen am Tankboden festzustellen: Bestreichen Sie einen Holzstab (Zollstock) an der Spitze mit Wassernachweispaste (gibt´s im Fachhandel) und lassen Sie ihn bis auf den Tankboden herunter. Färbt sich die Paste, befindet sich Wasser im Tank.
Lassen Sie Ihren Tank nur reinigen, wenn es nötig ist. Bei Tankreinigungen kein Öl abpumpen, zwischenlagern und nach der Reinigung in den Tank zurückgeben. Besser: Den Tank erst reinigen lassen, wenn Sie ihn "leergeheizt" haben. Bei der Reinigung auch die Ölleitungen zum Brenner spülen lassen. Den Restbestand entsorgen!

Wie kälteempfindlich ist Öl?

Heizöl sollte unbedingt frostfrei gelagert werden (DIN 4755). Kaltes Öl bildet Paraffin und führt zu Filter- und Leitungsverstopfungen - immer an den kältesten Tagen des Jahres, an denen die Heizung am dringensten gebraucht wird. Gleichzeitig hat Ihr Heizungsbauer rund um die Uhr zu tun, da Sie nicht der einzige sind, den es "kalt" erwischt hat (oder auch "heiß").
Beugen Sie also unbedingt vor, falls Sie einen Außentank haben. Sorgen Sie dafür, dass die Kälte (bei Erdtanks) nicht in den Domschacht kriechen kann (Mineralwolle). Achten Sie darauf, dass keine ungedämmten Ölleitungen zwischen Tank und Heizraum geführt werden. Fügen Sie Ihrem Heizöl vorsichtshalber Additive zu, die ein Ausflocken von Parrafin verhindern.
Falls diese Maßnahmen nicht ausreichen, gibt es noch sogenannte "Begleitheizungen". Die elektrischen Begleitheizbänder werden an der Ölleitung befestigt und dann zusammen mit der Rohrleitung wärmegedämmt. Über einen Thermostaten können sie bedarfsgerecht automatisch betrieben werden. Oftmals ist es auch ausreichend, im Ansaugbereich des Tanks eine Tankheizung zu installieren (ähnlich einem Tauchsieder), die ebenfalls in Abhängigkeit von der Außentemperatur automatisch betrieben werden kann.





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Thomas Grimm

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